
Geschichtliche Entwicklung
gediegen in der Erdkruste vorkamen. Sie mussten elementar vorliegen, da die notwendigen Prozesse zur Metallgewinnung noch unbekannt waren. Dies bedeutete gleichzeitig, dass sie nicht an natürlichen Korrosionsprozessen beteiligt gewesen sein durften. Diese Tatsache konnte nur eine Hand voll Metalle für sich verbuchen, nämlich: Gold, Silber, Platin und Kupfer. Eisen wird in diesem Zusammenhang auch immer wieder genannt. Es muss aber erwähnt werden, dass es sich bei dem in der Frühzeit bekannten Eisen ausschließlich um Meteoriten-Eisen gehandelt hat, sodass es in seiner mengenmäßigen Verfügbarkeit deutlich hinter den Edelmetallen lag. Zu diesem Schritt konnte es aber erst kommen, nachdem der Mensch die Problematik eines feuerfesten Gefäßes zum Schmelzen von Metall gelöst hatte. In der Regel wurde Kupfer in einem Stein bzw. einem mit Lehm ausgekleideten Gefäß oder einer Bodenwanne erschmolzen und dann einer Verarbeitung zugeführt.
Dieser Fortschritt für die Menschheit beinhaltete aber auch gleichzeitig die heute aktuelle Thematik der Korrosionsbeständigkeit und Ionenlässigkeit der Legierungen.
Metallgewinnung durch Reduktion

Rotguss-Aussagen der DIN 50930-6
"Rotguss ist im Trinkwasser uneingeschränkt einsetzbar"
Wie in nachfolgender Tabelle dargestellt, wird die Rotgusslegierung durch die DIN 50930-6 nur geringfügig modifiziert. Veränderungen erfahren lediglich die Elemente Blei und Nickel. Die Absenkung von Blei liegt dabei lediglich 1 % unter dem bisherigen, zulässigen Minimalwert der DIN EN 1982. Der Wert von Nickel erfährt mit < 0,6 % lediglich eine Reduktion innerhalb der o. g. Werkstoffnorm. Es handelt sich demnach nicht um einen neuen, sondern um einen im Bleigehalt um 1 % nach unten modifizierten Rotguss.
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Auszug der Elemente nach DIN 50930-6*
* Die DIN 50930-6 gibt lediglich einen Hinweis auf die Beeinflussung des Trinkwassers durch die Metallionenmigration. Sie macht keine Aussage über die Korrosionsbeständigkeit des Werkstoffes.
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Rotguss-Aussagen der DIN 1988
- Für Bauvorhaben sind aktuelle Auskünfte vom Wasserversorgungsunternehmen über die Trinkwasserbeschaffenheit in der jeweiligen Region einzuholen (Trinkwasseranalyse).
- Die Werkstoffauswahl hat anhand der Wasseranalysedaten (Parameter gemäß Tabelle 1, DIN 50930-6) und der gegebenen Einsatzbereiche für Werkstoffe nach DIN 50930-6 zu erfolgen.
