
Zusammensetzung und Aufbau der Rotgusslegierung
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Auszug der Elemente nach DIN 50930-6*
* Die DIN 50930-6 gibt lediglich einen Hinweis auf die Beeinflussung des Trinkwassers durch die Metallionenmigration. Sie macht keine Aussage über die |
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Rotguss nach DIN EN 1982 |
Die Legierungselemente gehen alle mit Ausnahme des Bleis in der alpha-Phase des Mischkristalls in Lösung, d.h. sie sind metallographisch mit Ausnahme des Bleis nicht mehr als einzelne Elemente zu erkennen.
Das elementare Blei scheidet sich am Ende der Erstarrung an den Korngrenzen und den durch die Volumenkontraktion entstehenden Hohlräumen aus und ab. Es liegt in Form von kugeligen, kleinen grauen Einschlüssen in der rötlichen alpha-Grundmasse – Nickel, Zinn und Zink ist in Kupfer vollständig gelöst – vor.
Innerhalb dieser Legierung, wie auch bei allen anderen bleihaltigen Kupferlegierungen, hat das Blei im Wesentlichen die Funktion eines Spanbrechers, siehe Bild 2. Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine kostengünstige, industrielle Verarbeitung dieser Werkstoffe. Sie müssen möglichst schnell und automatisiert zerspant werden können, da sich der Preis eines Werkstoffes immer weniger durch seine Einstands- sondern durch seine Ver- bzw. Bearbeitungskosten definiert.

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a) kurzer Span |
b) langer Span
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Rotguss lässt sich aufgrund seiner Erstarrungscharakteristik und seiner Legierungszusammensetzung nur im Sand- und Strangguss vergießen. Dies ist zwar sehr aufwändig, lässt aber eine der Endform des Bauteils nahekommende Gussgestaltung zu, die mit wenig kostenintensiver Bearbeitung auskommt. Dies steht im deutlichen Gegensatz zu Bauteilen aus geschmiedeten oder gepressten Rohlingen. Das Argument der druckdichteren Bauteile bei Schmiede- oder Pressteilen wird durch eine 100 % Dichtigkeitsprüfung der Gussteile gleichwertig beantwortet.
Die strömungsgünstigere Form eines Gussteiles (siehe Bild 3) spricht in ihrer Geräuschentwicklung und Funktionalität im Vergleich zu den scharfkantigen und mechanisch bearbeiteten Innenkonturen und Umlenkungen bei MS-Bauteilen für sich.
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Bild 3: Vergleich Gusskonstruktion und |
Bauteile aus Rotguss
Aufgrund dieser herausragenden Werkstoffeigenschaften erstreckt sich der Einsatz von Rotguss vom Trinkwasser über das aggressive Meerwasser bis hin zu Prozesswässern.





