Expertenteam verfasst Merkblatt

Team von Trinkwasserexperten erstellt Merkblatt zur Sicherstellung der hygienischen Qualität von Trinkwasser in Gebäuden, deren Betrieb durch den „lock down“ der COVID-19-Epidemie stillgelegt oder im Betrieb reduziert wurde.

Ein Expertenteam von universitären und Fachhochschulforschern sowie erfahrenen Praktikern gibt Ratschläge zur Vermeidung von erheblichen Gesundheitsgefahren, die aus nicht ausreichend betriebenen Trinkwasserinstallationen resultieren können. Die durch den weltweiten „Lock down“ angeordneten umfänglichen Restriktionen führen zu bisher noch nie dagewesenen Einschränkungen im Betrieb von Gebäuden. Den meisten Betreibern sind die erheblichen hygienischen Risiken nicht bewusst, die aus einer unzureichenden Trinkwasserentnahme sowohl im Kalt- wie im Warmwasser und insbesondere bei Wiederaufnahme des Betriebs entstehen können. Lauwarme Temperaturen von 30-42°C und Stagnationen erhöhen die Gefahr eines Aufwuchses von Legionellen, gefährlichen Krankheitserregern, die durch Einatmen Erreger haltiger Tröpfchen schwere Lungenentzündungen mit Todesfolge verursachen können. Deswegen müssen unter den jetzt herrschenden, vollkommen ungewöhnlichen und lang andauernden Bedingungen zwingend Maßnahmen zur Wahrung einer gesundheitlich sicheren Trinkwasserqualität im Kalt- und Warmwasser durchgeführt werden und vor Wiederinbetriebnahme ausreichende Spülprozesse zur Wiederherstellung der Trinkwasserqualität erfolgen. Das Merkblatt beschreibt im Detail die hohe Problematik und die durchzuführenden Prozesse und sollte Kommunen, Gesundheitsämtern sowie Betreibern von Kitas, Seniorenheimen, Kliniken, Wohnheimen, Beherbergungsbetrieben und allen anderen Betroffenen zugänglich gemacht werden. Das Merkblatt kann von der Website der Fachhochschule Münster unter fhms.eu/twq heruntergeladen werden. Die Experten raten dringend, den Empfehlungen zu folgen, damit als Folge der COVID-19 -Epidemie nicht noch zusätzlich schwerwiegende, vermeidbare Kollateralschäden, im schlimmsten Falle in Form einer Legionellen-Epidemie mit Todesfolgen, verursacht werden.


Dieses Merkblatt wurde verfasst von:
Prof. Dr. Werner Mathys
(ehem. Leiter des Bereichs Umwelthygiene und Umweltmedizin am Institut für Hygiene der WWU Münster, Greven)

Prof. Dipl.-Ing. Bernd Rickmann
(ehem. FH Münster, Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt, Münster)

Prof. Dr.-Ing. Carsten Bäcker
(Professor an der FH Münster, Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt, Münster)

Jürgen Kannegießer
(Geschäftsführer im Ingenieurbüro KatPlan, Münster)

Timo Kirchhoff M. Eng.
(Leiter Produktmanagement bei Gebr. Kemper GmbH + Co. KG, Olpe)

Stefan Cloppenburg M. Eng.
(Wissenschaftlicher Mitarbeiter, FH Münster, Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt, Steinfurt)

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