WESER Freistrom-Absperrventile

WESER Freistrom-Absperrventile

50 Jahre WESER-Ventil - unerreicht fortschrittlich.

Ursprung Schiffbau

Seit 1930 hatte sich die Metallgießerei Kemper in Olpe einen Namen als Hersteller von Gussteilen für den Schiffbau gemacht. Aus Bronze stellte man u. a. Schiffsschrauben her, die selbst bei aggressivem Meerwasser korrosionsbeständig waren. Mit der hier gewonnenen Expertise entstand dann in den 1960er Jahren ein Sortiment von korrosionsbeständigen Schiffsarmaturen, das in Hamburg anlässlich einer Messe der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Diese Spezialventile und -schieber aus Bronze erregten die Aufmerksamkeit des Hochbauamtes in Bremen. Dort kämpfte man seit geraumer Zeit mit immensen Schäden durch Entzinkungskorrosion an Bauteilen der Trinkwasserinstallation. „Die verbauten herkömmlichen Absperrventile müssen im 2-Jahres-Rhythmus ausgetauscht werden“ hieß es damals.

WESER Absperrventile früher und heute

Korrosions-Ursache: damaliges Weser Wasser

Ursache für die Probleme in Bremen war die Qualität des Wassers, das vornehmlich aus der Weser gewonnen wurde. Diese war damals noch stark mit Industrieabwässern belastet. Um ihr Wasser trinkbar zu machen, waren umfangreiche Aufbereitungsmaßnahmen notwendig. Diese wiederum ließen das Trinkwasser korrosiv gegenüber Metallen wirken – das Wasser wurde aggressiv.

Entstehung Marke WESER

Man stellte daher die Frage, ob KEMPER aus seiner korrosionsbeständigen Legierung nicht auch ein Absperrventil für die Trinkwasserinstallation produzieren könne. Nach Ermittlung der Investitionskosten und anschließender „reiflicher Überlegung“ wurden dann 1972 die ersten „WESER“-Absperrventile, komplett aus Rotguss produziert und u. a. in Bremen erfolgreich eingesetzt. So wurde der Problemverursacher Weser zum Namensgeber für eine nun 50 Jahre erfolgreiche Armaturenbaureihe.

50 Jahre Erfolgsgeschichte gegen aggressives Wasser

Um Trinkwasserqualität sicherzustellen, müssen alle Wasserversorger ihr „Rohwassers“ mit unterschiedlichen Maßnahmen - je nach Herkunft und Beschaffenheit - aufbereiten. Dabei verändern sich sowohl die chemischen, biologischen als auch die physikalischen Parameter des Wassers. In der Folge kann das Trinkwasser für Metalle aggressiv werden und Korrosion verursachen. Jede Anpassung der Aufbereitungsmaßnahmen verändert auch die Parameter des Trinkwassers – eine sichere Vorhersage zum Korrosionspotenzial ihres Trinkwassers über Jahre hinweg ist daher für die Versorger kaum möglich. Daraus entstehen Gewährleistungsrisiken für Planer und Ausführende, denen man mit dem Einsatz von korrosionsbeständigen Installationsmaterialien entgegenwirkt. Die Einsatzgebiete für KEMPER WESER-Ventile sind so in den vergangenen 50 Jahren kontinuierlich gewachsen.

Fortschritt durch stetige Weiterentwicklung

Im Verlauf des 50 jährigen Bestehens wurde die WESER-Baureihe kontinuierlich um innovative Features erweitert. Eine 10 jährige Gewährleistung dokumentiert die damit erreichte, außergewöhnlich hohe Betriebssicherheit. 

  1. besonders druck- und temperaturbeständig durch Sitzdichtung aus Spezial-EPDM
  2. entzinkungsfreier und korrosionsbeständiger Rotguss, entsprechend der Positivliste des Umweltbundesamtes
  3. mit Innen- oder Außengewinde oder direkt verpressbar auf verschiedene Rohrsysteme
  4. erosionssicherer Ventilsitz aus Edelstahl
  5. frei gelagerter, drehbarer Kegel verhindert Abrieb der Sitzdichtung
  6. trinkwasserhygienisch unbedenkliche Bauweise beugt bakteriellem Wachstum vor
  7. dauerhafte Betriebssicherheit durch wartungsfreie und unter vollem Systemdruck austauschbare EPDM-Spindelabdichtung
  8. dauerhaft leichtgängig durch selbstfettende Spindelabdichtung und vom Medium getrenntes Betätigungsgewinde
  9. geringe Druckverluste durch strömungsoptimierte Bauweise

Youtube Video: WESER Ventile - Totraumfreies Oberteil