Optimierungspotenzial der thermischen Trennung in einer Nasszelle

Die Rohrleitungsführung in der Nasszelle mit einer Zirkulation hat einen maßgeblichen Einfluss auf die wirkenden Wärmelasten und damit auf die Trinkwassergüte. Hier gibt es viele Optimierungsmöglichkeiten die, wenn sie früh genug in der Planungsphase berücksichtigt werden, ohne zusätzliche Aufwände umsetzbar sind und die Wärmelasten in der Vorwand deutlich reduzieren können. In der hier dargestellten Vorwandansicht sind die typischen Fehlerquellen und  Optimierungspunkte für die Leitungsführung sowie das falsche Anbinden der Einrichtungsgegenstände dargestellt und

Hohe Vorwand mit typischen Fehlerquellen für erhöhte Wärmelasten

Hohe Vorwand mit typischen Fehlerquellen für erhöhte Wärmelasten
Doppelwandscheibe

Optimierungspunkte und Fehlerquellen:

  1. Der Schacht ist nicht Thermisch zur Nasszelle entkoppelt.
  2. Trinkwasser kalt (PWC) immer unterhalt der warmführenden Medien verlegen.
  3. Die Leitungsführung des Trinkwasser kalt (PWC) von den warm führenden Medien trennen.
  4. Die Leitungsverlegung der warm führenden Medien sollte durch den oberen Bereich der Vorwand und das Trinkwasser kalt im unteren Bereich der Vorwand verlegt werden. (Luftschichtung nutzen, Bildung einer kühle Zone in der Vorwand im unteren Bereich).
  5. Die Anbindung der Ring-Installation zu den Einrichtungsgegenständen sollte von unten mittels durchgeschliffenen Wandscheiben erfolgen (Reduzierung von nicht Stichleitungen im Kaltwasser).
  6. Die Temperaturübergänge an der Mischarmatur wirken sich permanent negativ vom Trinkwasser warm über die Armatur auf das Trinkwasser kalt aus.

 

 

Hygienisch richtige Installationsart einer Nasszelle

Für den Erhalt der Trinkwassergüte in einer Trinkwasser-Installation ist die Rohrleitungsführung sowie weitere Aspekte maßgeblich. In der hier dargestellten Vorwandansicht mit einer Zirkulation wird die richtige Leitungsführung und das anbinden der Armaturen gezeigt und beschrieben. Diese Vorwandansicht zeigt einen optimierten Leitungsverlauf. Dadurch kann die Erwärmung des Trinkwasser kalt (PWC) durch Trinkwasser warm (PWH) und deren Zirkulationsleitung (PWH-C) so gering wie möglich gehalten werden.  

Hohe Vorwand mit vertikaler Anbindung

Hohe Vorwand mit vertikaler Anbindung
Thermische Trennung

Umgesetzte Optimierungen:

  1. Der warm führende Schacht, sowie der kaltführende Schacht sind Thermisch von der Nasszelle entkoppelt. 
  2. Die Leitungsverlegung der warm führenden Medien wurde durch den mittleren und oberen Bereich der hohen Vorwand verlegt (Bildung einer warmen Zone in der Vorwand im oberen Bereich).
  3. Die Leitungsführung des Trinkwasser kalt (PWC) wurde innerhalb der Nasszelle im Bodenbereich verlegt (Bildung einer kühle Zone in der Vorwand im unteren Bereich).
  4. Die Anbindung der Ring-Installation im PWC wurde von unten zu den Einrichtungsgegenständen mittels durchgeschliffenen Wandscheiben und ThermoTrenner erstellt.
  5. Durch den Einsatz des ThermoTrenner erfolgen keine Temperaturübergänge über die Mischarmatur vom Trinkwasser warm  auf das Trinkwasser kalt.
  6. Der PWH Anschluss am Waschtisch wurde von oben und ist mit einem kurzen Stich (150 mm) angeschlossen. Bei dieser Installationsart bildet sich ein Thermosiphon.

 

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