Zwei kostenlose Kompetenzbroschüren zur Fehlervermeidung in der Trinkwasserhygiene

Gleich zwei Neuauflagen des beliebten Nachschlagewerks für Praktiker

Gut zehn Jahre nach der Veröffentlichung der KEMPER-Unterlage „Trinkwasserhygiene“, die in Fachkreisen als Nachschlagewerk für Praktiker gilt, wurde es Zeit für eine Neuauflage.  Da sich die darin enthaltenen Themengebiete unabhängig voneinander so rasant weiterentwickelt haben, war bei der Neuauflage eine Trennung in zwei Kompetenzbroschüren mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten unumgänglich:

1. Bemessung von Trinkwasser-Installationen nach DIN 1988-300

Bemessung von Trinkwasserinstallationen nach DIN 1988-300

Der Bemessungs-Leitfaden geschrieben von Prof. Dr.-Ing. Carsten Bäcker hat zum Ziel, das differenzierte Berechnungsverfahren zur Dimensionierung von Trinkwasser-Installationen in Gebäuden zu erläutern. Der Leitfaden soll dabei die DIN 1988-300 und den dazugehörigen Kommentar nicht ersetzen, sondern ist als ergänzendes Nachschlagewerk bei Fragen in der täglichen Praxis gedacht.

Jede Software ist nur so gut wie ihr Anwender

Die DIN 1988-300 wird aufgrund der Projekt-Komplexität und des Zeitaufwandes in der Regel nur mit entsprechender Berechnungssoftware angewandt. Da jede Software aber nur so gut wie ihr Anwender sein kann, muss ein Verständnis der planungsrelevanten Grundlagen vorliegen. Aus diesem Grund werden im Leitfaden, parallel zum eigentlichen Berechnungsverfahren, die dazugehörigen strömungstechnischen Grundlagen erläutert.

Praxisnahes Berechnungsbeispiel

Auch geht die Publikation auf praxisrelevante Themenbereiche ein. Der Leitfaden schließt mit einem Berechnungsbeispiel ab, bei dem die genannten Grundlagen eine praxisorientierte Anwendung finden. Der Leser hat damit die Möglichkeit, das Verfahren zur Rohrnetz-Dimensionierung konkret an einem Beispiel nachzuvollziehen.

2. Legionella, Pseudomonas und Co.

Legionella, Pseudomona und Co

Trinkwasser-Installation als Fünfsternehotel für Bakterien

Trinkwasser wird in der gesamten Versorgungskette systematisch und intensiv kontrolliert und liegt in seiner Qualität europaweit in der Regel innerhalb der gesetzlichen Anforderungen – allerdings nur bis zur Übergabestelle innerhalb von Gebäuden. Dahinter beginnt eine undurchsichtige Grauzone, gestaltet durch eine Vielzahl Bakterien-Wachstum begünstigender Faktoren. Die Trinkwasser-Installation kann betrachtet werden als ein Bioreaktor, ein Fünfsternehotel für Bakterien, der durch eine Vielzahl von Fehlern im System angeheizt wird.

Gesundheitsgefährdungen kennen und vermeiden

Deswegen ist das Verständnis möglicher Gesundheitsgefährdungen aus der Trinkwasserinstallation durch „Fakultative Krankheitserreger“ Basis für den zielgerichteten präventiven Einsatz von Installations-Techniken bei Planung, Erstellung und Betrieb. So beschäftigt sich diese Unterlage geschrieben von Prof. Dr. rer. nat. Werner Mathys mit den komplexen Wirkungen und Interaktionen von Einflussgrößen wie Temperatur, Nährstoffangebot und Stagnation auf das Mikrobiom der Trinkwasserinstallation und das Wachstum von Legionellen, Pseudomonaden, Nicht-Tuberkulöse-Mykobakterien und vielen anderen Bakterien. Die komplexen Wirkzusammenhänge und Steuerungsmöglichkeiten werden in der Kompetenzbroschüre intensiv beleuchtet und visionäre ganzheitliche Konzepte für die Zukunft aufgezeigt.