Flutkatastrophe Juli 2021

Große Hilfsbereitschaft und soziales Engagement bei KEMPER

Autos, Wohnmobile und ganze Häuser wurden durch riesige Wassermassen weggeschwemmt – das hat uns alle bewegt. Was in diesen Städten und Dörfern geschehen ist, hat mit den bekannten Überschwemmungen nichts mehr zu tun. Es handelte sich um die größte Naturkatastrophe in Deutschland. Groß war die Bestürzung und das Bedürfnis, denjenigen zu helfen, die in den betroffenen Regionen buchstäblich Haus und Hof verloren haben.

Spendenaktion bei KEMPER

Seitens des KEMPER-Betriebsrats wurde unmittelbar nach den Flutereignissen ein Spendenaufruf an die Belegschaft versendet. Mit durchschlagendem Erfolg: Binnen nicht einmal zwei Wochen kam die stolze Summe von rund 10.000 Euro, gespendet von 134 Mitarbeiter*innen, zusammen! Die Geschäftsführung stockte den Betrag ihrerseits gerne auf 15.000 Euro auf. In Kombination mit der in der Katastrophenwoche geleisteten Soforthilfe des Unternehmens in Höhe von 10.000 Euro kam somit eine Gesamtsumme von 25.000 Euro zusammen, die dem Aktionsbündnis Katastrophenhilfe gespendet wird!

Neben finanziellen Spenden wurde auch tatkräftige Hilfe von mehreren Mitarbeitern geleistet, um die Bewohner der betroffenen Gebiete bei den Aufräumarbeiten zu unterstützen. Ein Technischer Berater im Geschäftsbereich Gebäudetechnik war beispielsweise als Verbandsführer der Freiwilligen Feuerwehr insgesamt sechs Tage in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Schuld tätig. Um diese ehrenamtliche Hilfe leisten zu können, wurde er für den kompletten Zeitraum von KEMPER freigestellt. Von der emotionalen Ausnahmesituation der Helfer erzählt der nachfolgende Bericht.

Bewegende Momente im Ahrtal


Sechs Tage Einsatz, 70 ihm anvertraute Feuerwehrleute und 20 Fahrzeuge – das ist die Bilanz des 53-jährigen Hauptbrandmeisters in der Innenstadt von Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Bei unserem Eintreffen um 00:30 h am 17. Juli waren wir von dem Ausmaß der Zerstörung geschockt und absolut fassungslos“, erinnert sich Peter Reißner nur ungern an diesen Moment zurück. „In dem Einsatzfahrzeug herrschte absolute Stille. Keiner traute sich etwas zu sagen.“ Menschenrettung, Gefahrenabwehr aber leider auch Bergung folgten ab diesem Zeitpunkt ohne Unterbrechung. „Die Kameradinnen und Kameraden übernahmen einen großen Einsatzabschnitt des Innenstadtbereiches. Es sind komische Gefühle, wenn du etwas sucht, was du gar nicht finden möchtest.“

Die Feuerwehrleute pumpten Keller und Tiefgaragen aus. Das dortige Krankenhaus, die Rehakliniken sowie die Hotels bildeten nur einen der Einsatzschwerpunkte. „Dabei kam eine Pumpe zum Einsatz, die pro Minute 24.000 Liter Wasser abpumpte – 14 Stunden am Stück“, schildert der KEMPER-Mitarbeiter. „Anfänglich wussten wir gar nicht, wo wir anfangen sollten – so groß war die Zerstörung und die Not der Menschen. Da galt es, Prioritäten zu setzen und Schwerpunkte zu bestimmen. Das Wichtigste bei allem: Den eigenen Leuten vor Ort durfte natürlich nichts passieren. Das ist uns zum Glück gelungen!“

Was den Feuerwehrleuten besonders schwerfiel, war das Wissen über so viele Todesopfer. Gleichzeitig mussten sie professionell weiterarbeiten, um möglichst viele Menschenleben zu retten. Unvergessene Momente, in denen auch Notfallseelsorger zu Hilfe eilten. „Die Dankbarkeit der Menschen, denen zum Teil in höchster Not das Leben gerettet werden konnte, war unbeschreiblich“, erinnert sich Peter Reißner. „Banner an den Balkongeländern, dankbare Gesichter und strahlende Augen, wenn den Menschen mit Sachspenden oder Essen geholfen wurde. So etwas habe ich in meinen 38 Jahren als freiwilliger Feuerwehrmann noch nicht erlebt. Die kleinen Dinge werden plötzlich wichtig!“

Auch neu für Peter Reißner: Zentrale Trinkwasser-Zapfstellen für die Bevölkerung, da die komplette Trinkwasserversorgung zusammengebrochen war und nach wie vor nicht funktioniert. „Das dauert Jahre, um die Infrastruktur wieder halbwegs herzustellen“, ist er sich sicher. „Mein Wunsch ist es, dass die Hilfsbereitschaft nicht abreißt, nur weil das Thema nicht mehr täglich in den Medien präsent ist. Ohne das Ehrenamt, die großartige bundesweite Solidarität und die vielen freiwilligen Helfer sind solche Katastrophen nicht zu stemmen. Dieser Einsatz hat mir nachhaltig gezeigt, dass es sich lohnt, ehrenamtlich – egal in welcher Form –Teil unserer Gesellschaft zu sein.“

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