Erfahrungsbericht Oktober / November 2021

Von:

Joschua Morbach (Ausbildung zum Kaufmann für Digitalisierungsmanagement, 3. Ausbildungsjahr)

Trotz der aktuellen Pandemie hat es die Firma Gebr. Kemper GmbH + Co. KG wieder möglich gemacht, mich zu einem vierwöchigen Praktikum zu schicken. Diesmal war Irland, anstatt dem üblicherweise angesteuerten England, das Ziel. In Kooperation mit der IHK-Siegen und The RALF Partnership konnten insgesamt 10 Teilnehmer die Reise nach Irland antreten.

In einem Vorbereitungsseminar, ungefähr einen Monat vor Beginn des Praktikums, trafen wir uns bei der IHK Siegen. So hatten wir das erste Mal die Möglichkeit, uns kennenzulernen und haben uns auf Irland vorbereitet. Wir haben Vorträge zu unterschiedlichsten Themen gehalten und über „no go´s“ geredet.

Noch eine Woche vor Abreise haben wir gebangt, ob alles funktioniert. Corona ließ uns auch bei dieser Sache nicht in Ruhe. Glücklicherweise erhielten wir dann die Informationen, in welchen Gastfamilien und Gastbetrieben wir unterkommen werden.

Anschließend ging es dann am 10.10.2021 in Richtung Irland. Vom Frankfurter Flughafen flog ich nach Dublin und dann mit dem Zug nach Limerick. Als ich dort ankam, wurde ich vom Leiter der The RALF Partnership in Empfang genommen. Vom Bahnhof aus wurde ich mit einem Taxi zu meiner Gastfamilie weitergeschickt.

Bei meiner Gastfamilie angekommen, wurde ich sehr freundlich aufgenommen. Wir haben uns sofort sehr gut verstanden und sind schnell ins Gespräch gekommen. Außerdem war ich nicht der einzige Praktikant in der Gastfamilie, da noch ein anderer Teilnehmer aus meiner Gruppe dieser Familie zugeordnet wurde. Auch mit diesem habe ich mich sehr gut verstanden und viel Freizeit verbracht.

Am nächsten Tag konnten wir uns dann das erste Mal die Stadt Limerick anschauen. Nach einer kleinen Führung von einer Mitarbeiterin der The RALF Partnership Organisation, hatten wir ein Treffen mit dem Leiter der Organisation in einem Hotel. Dort wurden wir über den Alltag, die Kultur und das Arbeitsleben in Irland aufgeklärt. Anschließend haben wir unsere Freizeit genutzt, um uns die Stadt weiter anzuschauen.

Am zweiten Tag ging es dann in die Gastbetriebe. Ich habe im St. Munchin´s Community Centre gearbeitet, ein Treffpunkt für Menschen, die sich nicht mehr selbst versorgen können oder finanziell geschwächt sind. An diesem Ort können diese für wenig Geld Mahlzeiten erhalten. Die Mitarbeiter verkaufen nicht nur Essen, sondern liefern dieses auch aus. Eine Aktion die „Meels on Wheels“ genannt wird. Außerdem hat das Community Centre einen Friseur, ein Nagelstudio, einen Blumenladen, ein Fotograf sowie einen Therapeuten. Mittwochs hatte das Community Center einen Nachmittag für Senioren mit Musik und Bingo. Auch wir haben die älteren Leute unterhalten dürfen mit Aktionen wie Sterne basteln oder bei einer Halloween Party.

Nach unserer Arbeit trafen wir uns oft in unserer Gruppe und haben den Feierabend ausklingen lassen. Auch an den Wochenenden bei unseren Ausflügen nach Dublin, Galway, den Aran Islands und zu den Klippen von Moher haben wir viel gesehen.

Zurückblickend lässt sich sagen, dass ich eine spannende und spaßige Zeit während der vier Wochen in Irland hatte. Sowohl die Kultur als auch die Menschen, die in Irland leben sind sehr freundlich und zuvorkommend. Ich bin dankbar diese Chance bekommen zu haben und so ein Erlebnis mit auf meinen Weg zu nehmen. Jeder der so eine Chance bekommt, sollte sie dankend annehmen und das Beste aus dieser Zeit machen.