Deutsch-Chinesischer Jugendaustausch

Erfahrungsbericht Oktober / November 2018

Von:

Laura Lütticke (Duales Studium BWL)

,,Als ich im Juni diesen Jahres von meinem Ausbilder gefragt wurde, ob ich Interesse an der Teilnahme eines deutsch-chinesischen Jugendaustausches habe, welcher wie jedes Jahr von der Akademie Biggesee organisiert und von Gebr. Kemper ermöglich wird, konnte ich dieses Angebot bloß voller Freude bejahen.  Ich war dankbar, die Möglichkeit zu bekommen ein für mich fremdes, aber dennoch interessantes Land kennen lernen zu dürfen. Die einzige Voraussetzung aus Seiten der Firma an mich, sollte an dieser Stelle eine gute Leistung des anstehenden Semesters sein, welches mich diesbezüglich ungemein angespornt hat. 

An dem Austausch der Akademie Biggesee nahmen insgesamt 16 deutsche Auszubildende aus dem Kreis Olpe, sowie sechs chinesische Schüler des Technical Colleges aus Qingdao teil.

Der erste Teil des Austauschs begann im Oktober an der Akademie in Neu-Listernohl. Hier besuchten uns die chinesischen Austauschschüler, um gemeinsam mit uns die Woche zu verbringen und sowohl uns als auch die deutschen Traditionen kennen zu lernen.  Das Programm der Woche war sehr attraktiv für alle Beteiligten gestaltet. Zu Beginn des Aufenthalts wurden wir durch Interviews und anderen Kennlernspielen miteinander vertraut gemacht. Danach wurden wir auch schon ins kalte Wasser geschmissen um in Kleingruppe ein gemeinsames Tafelbild zu erstellen, in der wir Gemeinsamkeiten so wie Unterschiede der deutschen von der chinesischen Kultur/Tradition/Freizeitgestaltung/ etc. erarbeiteten. Ein anderer wichtiger Programmpunkt war das Erbauen einer Zukunftsstadt, in der wir alle in fünfzig Jahren leben wollen.  Auf dem Programm standen außerdem die Besichtigung des LWL Freilichtmuseum in Hagen und die des Hauses der Geschichte in Bonn. Auch haben die chinesischen Schüler die Möglichkeit bekommen das duale deutsche Bildungssystem einer Berufsausbildung näher kennen zu lernen, indem wir zunächst das Berufskolleg in Olpe besichtigten und im Anschluss darauf eine Werksführung des Werkes 2, bei meinem Ausbildungsbetrieb, der Firma Gebr. Kemper, bekamen.  Dazukommend durften einige Stadtbesuche nach Siegen, Köln und Münster zum Besichtigen und/oder Einkaufen nicht fehlen. Den letzten Tag der Woche durften wir selbst gestalten und unseren chinesischen Freunden zeigen, wie wir leben. Wir haben uns hierfür in drei Gruppen zusammengefunden und pro Gruppe den Tag individuell gestaltet. Meine Gruppe hat sich dafür entschlossen mit den Chinesen in den Panoramapark zu fahren und im Anschluss in einer deutschen Familie einzukehren um zu zeigen wie wir Deutschen leben und im Anschluss gemeinsam bei Kaffee und Kuchen zusammen zu sitzen.  Am Abend haben sich alle Gruppen in der Akademie zusammen gefunden um den letzten Abend gemeinsam beim Grillen und Musizieren ausklingen zu lassen. 

Am nächsten Tag mussten wir schließlich Abschied von unseren chinesischen Freunden nehmen, die folglich die Heimreise antraten. Wir haben uns alle so gut miteinander verstanden, dass wir den zweiten Teil des Austauschs kaum abwarten konnten. 

Doch der Abschied war nur von kurzer Dauer, denn einen Monat später freuten wir uns umso mehr auf das Wiedersehen. Gemeinsam machten wir uns auf die lange Reise, mit knapp 13 Stunden Flug plus Zwischenstopp in Shanghai, nach Qingdao.

Am Flughafen in Qingdao angekommen, begrüßten uns gleich unsere Freunde aus China, die nun gemeinsam mit uns zum Hotel fuhren und nach dem Beziehen der Hotelzimmer erfreut waren uns ihren Heimatsort zu zeigen. Auch das Programm in China war sehr abwechslungsreich und strukturiert gestaltet.  Wir besichtigten Museen wie das Stadt Archiv, welches die Deutsch-Chinesische Geschichte der Stadt Qingdao zeigte, die Residenz des ehemaligen deutschen Gouverneurs sowie die Firma Hisense und den Sino German Ecopark.  Aber auch Touristenattraktionen, wie der Perlenmarkt, die Skyline oder das Denkmal der Bewegung des 4. Mais 1919 durften an dieser Stelle nicht fehlen. Einen weiteren interessanten Tag hatten wir an den zwei Standorten des Technical Colleges. Zu Beginn haben wir mit einer Schulklasse gemeinsam Sport Unterricht gemacht in dem wir miteinander getanzt und gegeneinander gespielt haben. Besonders stolz waren die Schüler und Lehrer des Colleges auf die Ausstellung einer eigenen Bahnstation mit Weg Simulator, welches zum Erlernen des Jobs des Lokführers in Betracht gezogen wird. In dem zweiten Standort der Schule haben wir die Möglichkeit bekommen, einigen Schülern beim Backen zuzusehen. Besonders faszinierend fand ich zusehen, wie die hauch dünnen chinesischen Nudeln nur per Hand hergestellt wurden. Im Anschluss hatten wir deutschen die Chance mithilfe der Kochschüler, Plätzchen oder Dumplings zu backen und diese im Anschluss gemeinsam zu verköstigen. 

Auch am Abend waren unsere Freunde sehr darauf bedacht, diesen mit uns ausklingen zu lassen. So verging kein Abend, an dem wir nur im Hotel waren. Neben chinesischen Bars waren wir in einer Karaoke-Bar und einer Disco. Die Skyline am Abend, der beleuchteten Hochhäuser und Denkmäler am Hafen gehörte auch zu den Attraktionen, welche wir unbedingt sehen wollten.

Der letzte Tag in China verlief ähnlich, wie der in Deutschland. Unsere chinesischen Freunde durften sich nun überlegen, wie sie den letzten Tag mit einer Gruppe von Deutschen gestalten möchte. Meine Gruppe ist dafür morgens auf einen Markt in eine benachbarte Stadt nach Jimo gefahren. Später haben wir in der Nähe in einem Restaurant, welches den Eltern eines chinesischen Schülers gehört, zu Mittag gegessen. Im Anschluss darauf durften wir die Eltern von unserem Freund Yi kennen lernen und tauschten deutsche und chinesische Gastgeschenke für derer und unsere Familien aus. Nachdem wir alle gestärkt waren, haben wir uns auf den Weg zu einer nachgebauten Altstadt in Jimo gemacht. Die Eindrücke dort waren wunderschön und wir hatten einen großartigen letzten Tag. 

Zusammenfassend geht hervor, dass ich jede Menge Spaß sowohl in der Akadamie Biggesee, als auch in Qingdao hatte. Ich bin dankbar für die Ermöglichung dieser Reise, in der ich sowohl viele neue Eindrücke kennen lernen durfte als auch neue Freundschaften schließen konnte."

Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher.

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewisse Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.